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Bundestagswahl entschieden

Hohe Beteiligung bei der U18- Wahl im Landkreis

Am Samstag den 19.09.09 präsentierte der Trägerkreis "Jugend wählt - 2009" die Ergebnisse der diesjährigen U18-Wahl im Jugendhaus Hanno in Pirna. Jugendliche aus dem gesamten Landkreis hatten, vom 14. bis zum 18.09, die Chance wahrgenommen, schon einmal vorab Ihre Stimme abzugeben. Mehr als 80 Jugendliche nahmen an der Wahlparty im Jugendhaus Hanno teil, um dort die mit Spannung erwarteten Ergebnisse zu erfahren. Zu Beginn präsentierte die Moderatorin Agnes Muche die Entscheidung auf Bundes und Landesebene.

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge beteiligten sich 1521 Jugendliche am diesjährigen Urnengang. Dies war die mit höchste Wahlbeteiligung in ganz Sachsen. Klarer Sieger im Landkreis war die CDU mit 39,5 %. Auf den nachrangigen Plätzen befanden sich FDP (14,1%), SPD (13,8%), NPD (12,4%), Linke (12,3%) und die Grünen mit 10,8%.



Einen drastischen Unterschied erkannte man zwischen den beiden Altkreisen. So fielen auf den Altkreis Weißeritzkreis 31,8 % der Stimmen auf die CDU, auf die FDP 18,2%, auf die GRÜNEN 17,3%, sowie 14,1 auf die SPD, 10,4% auf die LINKE und 7,9% auf die NPD. Im Altkreis Sächsische Schweiz, zeichnete sich eine andere Stimmenverteilung ab, sodass die CDU 27,4%, die NPD 17,1%, die FDP 16,4%, die LINKE 13,8%, die SPD 13,1% und die GRÜNEN 11,3% der Stimmen erhielt.

„Auch wenn der Anteil im Altkreis Sächsische Schweiz der NPD immer noch hoch zu ausfällt, haben wir in den letzten Jahren doch einiges erreichen können und die NPD hat im Vergleich zu 2005 11% verloren, was wir für ein sehr gutes Zwischenergebnis halten um unsere Arbeit weiter so zu gestalten“ so Gudrun Jeremias und Mandy Merker von „Projekt Jugendland“.

Einen Unterschied in der Wahlbereitschaft der Geschlechter wurde kaum wahrgenommen. Von den insgesamt 1521 Stimmen fielen 737 Stimmen auf die jungen Männer und 682 Stimmen auf die jungen Frauen ab. Ein Phänomen der diesjährigen Wahl war, dass die Jugendlichen ein breit gefächertes Farbenspektrum bevorzugten. So waren Wahlunterschiede zwischen der Erst- und Zweitstimme enorm, und Konstellationen wie CDU und SPD, oder LINKE und NPD keine Seltenheit. Die Personenwahl scheint bei den Jugendlichen einen hohen Stellenwert zu besitzen. Peter Darmstadt, der 1. Beigeordnete des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, mahnte, dass man nicht eine Partei nach dem Namen oder deren ausmachenden Position, oder weil sie gerade „In“ ist, wählen soll, sondern sich auch genauer mit der jeweiligen Partei und deren Programm auseinandersetzen sollte.

Anschließend an die Ergebnispräsentation, hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, hautnah mit den Bundestagskandidaten aller demokratischen Parteien, in Form einer Podiumsdiskussion, zu sprechen und zu diskutieren. So mussten sich die Politiker den intelligenten Fragen der Jugendlichen stellen. Es wurde explizit auf die Probleme und Anregungen eingegangen, welche spezifische Jugendthemen ansprach, aber auch tagespolitische Themen nicht ausschloss.

Weiterhin konnte auch nach der Veranstaltung mit den Politikern im Vieraugengespräch weiter diskutiert werden, was auch rege von den Jugendlichen und der Politik genutzt wurde. Tom Waurig von der Aktion Zivilcourage e.V. wertete die U18-Wahl als Erfolg und man freue sich über die hohe Wahlbereitschaft der Jugend. „Die Jugendlichen haben sich bei allen Projekten des Trägerkreises engagiert verhalten und großes Interesse gezeigt, ihnen gebührt auch ein großes Dankeschön“ so „ProJugend e.V“.

„Das Projekt zeigte, dass wenn die Jugendlichen das Angebot erhalten, sich hautnah mit der Politik auseinander zusetzten, dieses Angebot auch wahrgenommen wird. Wichtig ist es aber auch, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie gerade sind und nicht dort wo man sie gerne haben möchte“, sagte Sebastian Reißig von der Aktion Zivilcourage.

"Jugend wählt - 2009" - ein Gemeinschaftsprojekt der Aktion Zivilcourage, zusammen mit dem Projekt JugendLand des Jugendrings Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V., Pro Jugend e.V., der Evangelischen Jugend im Kirchenbezirk Freiberg, dem Jugendportal jugendfest.de, dem Jugendhaus Hanno und der Kreisjugendfeuerwehr Sächsische Schweiz.



13. Februar 2011

Aufruf zur Solidarität mit den Protesten gegen die Neonaziaufmärsche in Dresden

Der Landesjugendkonvent Sachsen, vertreten durch seinen Vorstand, hat am 07.11.2010 folgenden Aufruf beschlossen:

„Als evangelische Jugend finden wir es notwendig zu handeln, wenn Neonazis erneut versuchen einen der größten Aufmärsche Europas in unserer Landeshauptstadt abzuhalten und ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Wie im letzten Jahr in Jena, Köln, Berlin und dieses Jahr in Leipzig will sich auch 2011 in Dresden ein breites Bündnis durch Aktionen des zivilen Ungehorsams mit Menschenblockaden den Nazis entgegenstellen.

Als Christen werden wir nicht wegsehen, sondern werden uns in unserer vielfältigen Art und Weise an den Protesten gegen Aktionen von Neonazis rund um den 13. Februar 2011 in Dresden beteiligen. Wir rufen die Evangelische Jugend dazu auf, den Rechtsextremen nicht die Straße zu überlassen, sondern wollen den Neonazis, aber auch Dresden und der Welt zeigen, dass braunes Gedankengut bei uns keinen Raum haben darf und soll.“

Der Landesjugendkonvent ruft alle Einrichtungen und Mitarbeiter der Jugendarbeit in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens dazu auf, sich diesem Aufruf anzuschließen und über geeignete Wege den Jugendlichen unserer Jugendarbeit zur Kenntnis zu geben. Er hofft, auf diesem Wege so viele Menschen wie möglich zu mobilisieren und am 13. Februar in Dresden zu sehen.



Dreimal alles

60 Sekunden Facebook

Statusmeldungen, Freunde finden, Bilder hochladen, Kommentieren, Fotos taggen, Fanseiten mögen – das sind typische Aktivitäten, die die 500 Millionen Benutzer auf Facebook am liebsten vollziehen.

Der Kurzclip des Time Magazine zeigt, was und wieviel zig hundertausende User gleichzeitig in einer Minute auf Facebook tätigen.



Gute Nachricht

Pirna sieht Erfolge im Kampf gegen Neonazis

Der neue Pirnaer Koordinator gegen Extremismus, Johannes Enke, sieht in der Region große Erfolge im Kampf gegen rechte Gewalt. "In den letzten Jahren ist es uns gelungen, die Problematik der rechtsextremistischen Gewaltdelikte deutlich zurückzudrängen", sagte Enke MDR INFO. 2005 habe man im Landkreis Sächsische Schweiz noch 29 solcher Gewalttaten verzeichnet, 2009 seien es nur noch acht gewesen und das im wesentlich größeren Kreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. weiter



Monsternadeln

Kunst mit Googles Suchnadeln

Zwischen den Jahren eine kleine Empfehlung: Aram Bartholl macht schöne Kunst für digitale Menschen. Er stellt Googles Suchnadeln da hin, wo Google die Zentren der Städte angibt, mauert USB-Sticks in Wänder, um damit ein anonymes Offline-peer-to-peer-file-sharing-Netzwerk zu schaffen und zeigt seinen Auftritt in Googles Streetview als seine 15 Seconds Of Fame (als er das Google-Streetview-Auto sah, rannte er winkend hinterher - und fand sich so online auch wieder). Na dann: Schöne Weihnachtsferien!



13.02.2011

Menschenkette bis in die Dresdner Neustadt

Gemeinsam mit Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) rufen die demokratischen Parteien des Stadtrates, Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur, Sport, Gewerkschaften und Kirchen sowie die jüdische Gemeinde und zivilgesellschaftliche Akteure alle Bürger zum gemeinsamen Handeln am 13. Februar 2011 auf. Der Jahrestag der Luftangriffe auf Dresden von 1945 wird in diesem Jahr unter dem Motto „Erinnern und Handeln. Für mein Dresden" begangen. Die Menschenkette wird wieder als lebendiges Symbol durch die Altstadt führen. Es ist 2011 aber auch vorgesehen, die Elbe über zwei Brücken zu queren. Zum gesamten Aufruf



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